Theorieskizze der Systemisch Integrativen Therapie (SYIN)®

SYSTEMISCH-INTEGRATIVE THERAPIE (SYIN)

- Heilungswege für Körper, Seele und Geist -

Die Grundlegungen der phänomenologisch-systemischen Aufstellungsarbeit sind zusammen gefügt aus Erfahrungen, die Bert Hellinger mit verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen gemacht hatte. Zu nennen wären hier die Freud‘sche Psychoanalyse, Primärarbeit nach Arthur Janov, die intergenerationellen Ansätze Ivan Boszormenyi-Nagys, die hypnotherapeutische Arbeit Milton Ericksons, die Skriptanalyse nach Eric Berne und die Aufstellungsarbeit von Ruth McClendon, Les Kadis und Thea Schönfelder.

Die phänomenologische Aufstellungsarbeit entstammt also einem breiten Spektrum psychotherapeutischer Unterstützungs- und Heilungsarbeit und hat in vielerlei Hinsicht diese Herkunft weit überstiegen, sowohl was ihre Perspektive und ihre Reichweite anbelangt, als auch was ihre Bearbeitungsgegenstände betrifft (z. B. Organisationsaufstellungen, Theaterarbeit etc.).
Sich etwa mit der Nichtwürdigung des Herkunftslandes eines Großvaters zu befassen, um ein aktuelles psychisches Problem zu lösen oder den geschäftlichen Misserfolg im Schicksal der Vorbesitzer einer Firma zu finden, sind wahrhaft Perspektiven, die die der klassischen Psychotherapie übersteigen.
Dennoch wird dies erweiterte und vertiefte Instrumentarium der phänomenologisch-systemischen (Gruppen- oder Einzel-Aufstellungs-) Arbeit weiter im psychotherapeutischen Kontext eingesetzt. Es kommen die Patienten bzw. Klienten doch mit konkreten individuellen Leiden und Problemen und den entsprechenden Lösungs- und Heilungswünschen zum therapeutischen Aufsteller. Damit entstehen aber ganz spezifische Situationen zwischen Therapeuten und Klienten wie sie in anderen Therapien auch bekannt sind (wie Widerstand, Übertragungen usw.).
Was also sind therapeutische Strategien, mit denen wir auf solche spezifische Situation reagieren, auf welche therapeutischen Modelle können wir hier zurückgreifen und in welcher Weise sie adäquat in unsere phänomenologisch-systemische Therapiearbeit integrieren?

Die Entwicklung einer Systemisch-Integrativen Therapie sucht umfassend den Notwendigkeiten, wie sie sich bei der therapeutischen Anwendung phänomenologisch-systemischer Aufstellungsarbeit zeigen, Rechnung zu tragen. Damit wird der Schritt der phänomenologischen Aufstellungsarbeit von einer schon beachtlich komplexen Beratungsstrategie zu einer vollwertigen Psychotherapie vollzogen. Der Entwicklungsweg der systemisch integrativen Therapie beinhaltet auch für die Zukunft eine dauernde Optimierung des therapeutischen Handelns auf dem jeweils fortgeschrittensten Niveau.
Wesentlich dafür ist, dass das, was die systemisch-phänomenologische Aufstellungsarbeit in die Psychotherapie eingebracht hat, individuell bei den einzelnen Klienten/ Patienten/innen auch tatsächlich konkret zu lösender und heilsamer Wirkung gebracht werden kann. Die enormen Vertiefungen und Erweiterungen im Allgemeinen, die die Aufstellungsarbeit in Psychotherapie eingebracht hat, - besonders durch die Entdeckung von „Ordnungen“ und durch ihre Mehrgenerationen - Perspektive - kann im Einzelnen mit methodischen Werkzeugen anderer Therapie Richtungen zu sehr wirksamen Interventionsstrategien kombiniert werden.

Die Klienten/Patienten/innen können so „dort abgeholt werden,“ wo sie ihre spezifischen Zugänge und Heilungsbasen ausgebildet haben und anbieten, nämlich bei ihren Symptomen, (systemischen, psychischen, somatischen, mentalen und kognitiven, ja sogar ökonomischen Symptomen).
Dieser Ansatz beinhaltet auch gute Möglichkeiten für eine besondere Berücksichtigung von Psychotraumata (und deren familiensystemischen Bezügen).

Der SYIN-Prozeß zusammengefasst

In der SYIN®-Therapie betrachten wir Probleme und Symptome als unbewusste Komposition, Ressource, als Motivationsantrieb zur Heilung. Sie stellen Energiereservoirs zur Lösung auf einer bestimmten Zugangsebene dar und dienen als Eingangspforten zu höheren/tieferen Wirkungsebenen. Mit anderen Worten, Probleme sind Zugänge zu Heilungswegen.

Alle Heilungswege werden gebahnt oder freigelegt und gemeinsam beschritten mit dem Ziel aus un-heilvollen Verstrickungen zu (er-)lösen. Ebenso suchen und finden wir Lösungen aus traumatischer Stagnation, durch Einsichten und Ergänzungen des Fehlenden und Ordnen des Verwirrten, bis sich Vollständigkeit, Frieden, Geordnetheit und der freie Fluss von Liebe und Leben einstellen (und zwar in jedem Teilabschnitt des Weges).

Die Werkzeuge, Methoden und Erfahrungsbereiche, die auf diesen Wegen zum Einsatz kommen, sind eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen der humanistischen Therapien und neuerer Therapieformen, wie systemischer Familientherapie und hypno-therapeutische Erfahrungen, die ich unter dem Dach der systemischen Aufstellungsarbeit versammelt habe.

Ein gutes Bild für mich, um das Verhältnis der Methoden zu beschreiben, ist das Rad, dessen Dreh- und Angelpunkt Achse und Nabe darstellt. Dieses Achse-Nabe-Zentrum der Systemisch Integrativen Therapie (SYIN)® ist die phänomenologisch-systemische (Aufstellungs-) Arbeit nach den Grundlegungen Bert Hellingers. Von hier aus strahlen die Speichen ab, die dem ganzen Rad (SYIN) seinen Halt und seine Vollständigkeit geben.

Diese Speichen sind jeweils so modifiziert, dass sie sich in die Ordnung des Rades fügen und dabei den Anspruch, das ganze Rad zu sein, verlieren. Die Nabe des Rades ist methodisch komponiert aus den Elementen und Varianten Phänomenologisch Systemischer Aufstellungs- und Traumaarbeit und folgt inhaltlich den „Ordnungen der Liebe“.

In der Einzelarbeit ist die phänomenologisch systemische Aufstellungsarbeit vertreten mit vier aus der Gruppen-Aufstellungsarbeit abgeleiteten Verfahren:

1. Exploration von systemischen Dynamiken im Gespräch
2. Imaginierte Aufstellungs-/Lösungssequenzen
3. Aufstellung mit Bodenankern (Verfahren nach Heinz Stark)
4. Lösungsarbeit in Trance

Die Speichen sind im Einzelnen entnommen aus:

Reichianische Körpertherapie und Verwandtem
1. Bioenergetik: Befreiung blockierter Lebensenergie, Durchbrechen des Charakterpanzers
2. Biodynamik: Ausleitung und in Fluß bringen blockierter Lebensenergie, Schmelzen des Charakterpanzers
3. Posturale Integration: Lösung aus eingefleischten (eingefrorenen) Haltungen und Zersplitterungen und Integration von körperlichen, seelischen und geistigen Haltungen (Postures)

der Gestalttherapie
Bearbeitung von Kontakt- und Kommunikationsstörungen

der Primärtherapie/Regressionsarbeit
Lösungen von frühen Störungen und perinatalen Traumen

der Hypnotherapie
Auflösung von Trancen (Hynosen)

der Familientherapie
kontruktivistische Aspekte der Familientherapie

schamanischen Heilungswegen
Bearbeitung spezieller systemischer Störungen aus den Grenzbereichen zwischen Lebenden und Toten und dem Einsatz von tiefgreifenden Ritualen

dem Bereich geistigen Heilens
Anbindung und seelische Orientierung; autosuggestive und transpersonale Ressourcen

kunsttherapeutischen Verfahren
künstlerischer Ausdruck (Bild, Bewegung, Ton) und Gestaltung als diagnostisches und heilendes Werkzeug (Heinz Stark hat Freie Malerei und Graphik an der Kunsthochschule studiert)

der Philosophie
geistige Orientierung

dem körper-seelischen Support
Biyun QiGong, Jin Shin Jyutsu, Kinesiologie und komplementäre Strategien z. B. Homöopathie


Aktuelles

Terminverlegung:
Aufstellungsseminar Stuttgart
(Ötisheim) auf 22.-24.09.2017
Aufstellungsseminar Berlin
auf 19. - 21.01.2018
Aufstellungsseminar Aachen
auf 13. - 15.10.2017




Heinz Stark
Dübbekold 10 - 29473 Göhrde
Tel.: 49 (0) 5855-978 233
Fax : 49 (0) 5855-978 441
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